Sonntag, 6. November 2016

Die Wege des Herrn

Seit einigen Jahre gehe ich in Etappen zu Fuß quer durch Deutschland. Die diesjährige Etappe startete heute. Deshalb bin ich heute mit dem Zug von München nach Fulda gefahren. Es sollte eine Fahrt mit Hindernissen werden.

In München ging es schon mit 15 min Verspätung los. Dann wurde der Zug über Augsburg nach Nürnberg umgeleitet. Eine Brücke war wohl defekt. Insgesamt ca. eine dreiviertel Stunde Verspätung.

In Nürnberg kein Anschluß mehr.  Was ist die schnellste Verbindung  nach Fulda, fragte ich die Experten von der Bahn? Erst in knapp zwei Stunden. Ein Blick auf den Fahrplan zeigte, ich könnte in einer halben Stunde nach Würzburg weiterfahren. Dort gab es zwar auch keinen schnelleren Anschluß, aber ich sagte mir, zumindest geht es dann irgendwie weiter. Gedacht - getan. Nochmal eine knappe Stunde auf dem Bahnsteig warten - bei über 30 Grad.

Die Fenster des Pilgers



Das Pilgern auf dem Jakobsweg, ist schon etwas besonderes. Jeder Tag schreibt seine eigene Geschichte und vieles was man bisher in seinem Leben erlebt hat, Fragen die einen bewegt haben, erscheinen in einem anderen Licht, Dunkelheit wird erleuchtet. So war auch dieser Tag, der uns zu einem Haus des ZEN führte.

Die Sprache der Steine, wer kann sie deuten?

Freitag, 3. Juli 2015

Erkundungen mit dem Pinsel

Als wir vor einigen Jahren ein schönes Wochenende am Bodensee verbrachten, lernte ich daß Sehen und Sehen zwei Dinge sind. Uns begleiteten gute Freunde. Eveline eine passionierte Hobbymalerin hatte wie so oft Pinsel, Aquarellfarben und Papier dabei. Und wie so oft war sie auf der Suche nach einem Motiv. Wir waren in einem Hafen und es wimmelte um uns herum wie in einem Ameisenhaufen. Unweit vom Kai in der Nähe von einem Eiskaffee hatte man einen schönen Blick auf die Schiffe an der Kaimauer und den Bodensee dahinter. Sie meinte "Ist doch hübsch hier" packte gemütlich den Klappstuhl, Farben, Pinsel und Papier aus. Los ging's!

Und wieder ist ein Tag vergangen - am Bodensee

Montag, 24. November 2014

Mamas Blaukraut

Zutaten
  • 1/2 Blaukrautkopf
  • 3 EL Apfelessessig
  • 4 EL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 großer Apfel
  • 1 normale Zwiebel
  • 3 TL Griebenschmalz
Zubereitungszeit
ca. 20 min

Zubereitung
Alles zusammen in die Pfanne geben. Auf mittlerer bis kleiner Hitze schmoren lassen. Alle 5 min wenden und einen kleinen Schluck Wasser aufgießen, damit das Kraut nicht anbrennt und gleichmäßig gar wird.  Nach ca. 45 min sollte das Blaukraut fertig sein. Es sollte noch Biss haben. Das kraftlos matschige Blaukraut von Großküchen will keiner wirklich essen.

Nochmal abschmecken. Mit Salz, Essig oder Zucker kann man immer noch nachwürzen. Aber Vorsicht! Schnell ist die ganze Arbeit ruiniert.

Sonntag, 14. September 2014

Himmlisches Rauschen

Jeder der schon mal am Meer war, liebt es: das Meeresrauschen.

In diesem Urlaub wohnten wir nur ca. 150m vom Strand entfernt.  Von einer gut gelegenen Terasse der Wohnung hatten ich einen wunderbaren Blick auf's Meer. Sah wie die Wellen der Brandung hereinbrachen.  Aber das wichtigste: Ich hörte sie.

Ich hörte sie ständig: beim Frühstücken, beim Zähneputzen, beim Weg zum Auto, beim Würfelspielen, beim Sonnenuntergang, wenn der Mond am Abendhimmel stand, wenn ich im Bett lag. Ein Rauschen das alles durchdrang. Eine Melodie des Meeres die mich ständig begleitete. Aber wird man dieser Dauerbeschallung nicht irgendwann überdrüssig? Nein, im Gegenteil:  Es ist himmlisch. Ich bin süchtig danach. Das wurde mir aber erst heute so richtig klar.

Samstag, 6. September 2014

Hunderttausend Perlen

Heute Vormittag ließ sich die Sonne nicht blicken. Dicke Wolken trieben heran. Es fing an, leicht zu regnen. Mein Bad im Meer mußte ich wohl verschieben. Aber vielleicht war es nur ein kurzer Schauer? Leider ging es nun erst so richtig los. Selbst auf der Terasse konnte man nicht mehr sitzen ohne eine Extradusche abzubekommen.
Gerade als ich die Terassentür schließen will, höre ich einige Stimmen vom Meer, die ausgelassen lachten. Vom Meer? Was machen die da eigentlich? Was gibt es lustiges an einem Regenschauer? Die Antwort war simpel: Drei junge Damen badeten im Meer und hatten offenbar einen riesen Spaß dabei. 

Mittwoch, 3. September 2014

Das unendliche Spiel

Nun bin ich wieder am Meer. Endlich! Und es ist wie immer dieses große,  gewaltige, aber auch zärtliche, unfaßbare Etwas. 

Es streichelt meine Füße, kühlt die Waden. Kraftvoll kommen die Wellen an, brechen sich, werfen mich fast um, werden klein und kleiner. Radieren die Spuren meiner Füße aus.